Open Calls: Piksel Fest & transmediale10

piksel09

The guys of Pikselfest in Norway are now accepting proposals in the categories installation, a/v performance, presentations and workshops. As ever - ” Projects realised using Max/Msp/Jitter, Flash/Shockwave, Final Cut or any other proprietary software does NOT qualify, and should not be submitted!”

tm10

Next years transmediale also published the call for entries.

I couldn’t find something like a theme or a subject - the next step after getting rid of the categories a few years ago? Would make sense imho, artistic production usually doesn’t care too much about festival themes anyway..

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Creative Cities: Maurizio Lazzarato

An interview with Maurizio Lazzarato during the Creative Cities Symposium - at the moment in french only..

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Creative Cities: Diedrich Diederichsen

Interview mit Diedrich Diederichsen, Kulturwissenschafter, Berlin / Wien at the Ö1 Creative Cities Symposium on the 31st of april in the Radiokulturhaus Vienna.

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Creative Cities 3.Teil: Kreativ aus der Krise - oder eine kurze Genealogie der kreativen Klasse

Author/s:
Armin Medosch

Das Wesen des Kapitalismus ist die kreative Zerstörung, sagte der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter schon in den dreißiger Jahren. Seine Theorie vom kreativen Unternehmertum feierte in den neunziger Jahren kreative Urständ: die New Economy, man erinnere sich. Junge Burschen und Mädchen mit feschen Frisuren, modischen Turnschuhen und krausen Ideen wurden plötzlich zum Ideal des neuen Unternehmertyps.

Stichwort: Sie hätten ja auch Künstler werden können, aber sie wollten was verdienen. Alte Wahrheiten des Wirtschaftslebens galten auf den Kopf gestellt, Unternehmen begannen ihre besten Produkte zu verschenken, um fiktive Marktanteile an “Eyeballs” in der Ökonomie der Aufmerksamkeit zu gewinnen. Auf der Achse zwischen Silicon Valley und Market Street, San Francisco, im Herzen der ehemaligen Gegenkultur der 1960er Jahre entwickelte sich der “coole Arbeitsplatz”. Ehemalige Fertigungs- und Lagerhallen wurden in Großraumbüros umgewandelt, deren architektonische Anlage bereits flache Hierarchien symbolisierte. Hier arbeiteten Menschen, die an der Garderobe ihr Skateboard deponierten, unter Kopfhörern Grunge oder Hip Hop hörten und Cappuccino Frappe Latte mit Limettengeschmack und Soyamilch, koffeinfrei, tranken, vor allem aber eines taten: sie identifizierten sich mit ihren Jobs. Die Arbeit war nicht mehr eine entfremdete Tätigkeit, die man sozusagen neben sich stehend ausführte. Jeder, ob Chef, Angestellte, Freelancer oder Praktikanten wollte ihr bestes geben, neue, glänzende Dinge machen, einfallsreich, geschickt, ja sogar genial sein. Und dafür arbeitete man dann, sozusagen frei und selbstbestimmt, bis zum Umfallen1. more

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Brilliant!

De:Bug is a German magazine for electronic music, with computers and there abilities… lets call this mag an electronic-live-style-survival-package (pff…out of breath) Couldn’t fit better, they just published the audio records of all “Club Transmediale” panels. And now you can find everything here.

800px-Maria_am_ostbahnhof

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And the winner of the Transmediale Award 2009 is..

Tantalum Memorial!
2nd price goes to
Rudolfo Quintas!

Congratulations!!!!

You can find info about both on tagr.tv, Quintas interview will be online tomorrow! is now online.

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and the winner of the Vilém Flusser Theory Award is…

 Jaromil AND Brian Holmes

Conratulations!!

 

Denis Jaromil Rojo is a developer and media artist inspired by the GNU free
software movement: he follows the ideal of creating free software for
freedom of expression, to let people communicate, freed from
consumerist speculations and the need for expensive hardware. He is
author of the GNU/Linux Live CD dyne:bolic, of various free software
audiovisual  tools and  net-art  productions as  HasciiCam, the shell
:(){ :|:& };: forkbomb and Time Based Text. Featured as an artist in CODeDOC II
(Whitney Museum Artport), Read_Me 2.3 (runme.org software art),
negotiations 2003  (Toronto CA), I  LOVE YOU (MAK Frankfurt), Netarts
(Machida Tokyo),  Rhizome,  Data Browser 02 (engineering culture),
Crosstalks (Vrije Universiteit Brussel) and in several other
publications.

The blog, Continental Drift at http://brianholmes.wordpress.com, is an essay-writing worksite, updated continuously with Brian Holmes entire output as a public intellectual, whether occasional talks, spur-of-the-moment rants or polished full-length texts dealing with the analysis and subversion of cognitive capitalism and liberal empire.The blog was launched in early 2007 in parallel to the work of the autonomous seminar Continental Drift, developed since 2005 in collaboration with Claire Pentecost and the 16 Beaver Group (www.16beavergroup.org/drift). The seminar, gathering artists, theorists and activists, was conceived as a response to the deterioration of democratic discourse and public space under the influence of the outgoing American imperial administration. The essays on the blog are therefore Holmes personal work, but can also be considered as individual contributions to a collective practice.

Materials from the blog have recently been gathered into a book, _Escape the Overcode: Creative Art in the Control Society_, which will be published in early 2009 by WHW and the Van Abbemuseum. The book is freely accessible: http://brianholmes.wordpress.com/2008/02/02/book-materials

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McLuhan Salon- isuma.tv

Das Haus der Kulturen der Welt in Berlin surrt wie ein warmer Bienenstock. Diese Metapher passt zum Thema, irgendwie. Künstler, Medienmenschen, Journalisten und Teilnehmer aus aller Welt haben sich hier getroffen, um zu sehen was die Transmediale 09 zum heurigen Motto “Deep North” zu sagen hat. Offensichtlich geht es um Grenzbereiche. Kunst, Technologie, Ökologie und Aktivismus sollen sich zuarbeiten und so das Thema Klimawandel in neuem Licht erscheinen lassen. Zu einem Großteil aber soll es um den Gedankenaustausch gehen. Leute in Verbindung bringen, gemeinsam Ideen für eine Zukunft voller Hochwasser und Tornados
schmieden. Auch wenn es anders wirken mag, der Schwerpunkt liegt doch beim Networking. Nicht nur hier im Realraum, wie wir bald feststellen.

Wir stehen vor dem Haupteingang und rauchen. Drinnen Verordnung, eh klar. Es ist eiskalt aber sonnig. Gleich wird uns der künstlerische Leiter der
Transmediale, Stephen Kovats, abholen und mit seinem Wagen in die kanadische Botschaft, genauer in den Marshall McLuhan Salon bringen. Dort werden wir mit dem renommierten Inuit-Politiker Paul Quassa bekannt gemacht. Das Projekt, das wir mit ihm besprechen nennt sich isuma.tv, eine Videoplattform im Internet, die primär für den Austausch indigener Filmemacher ins Leben gerufen wurde. Das klingt abwegiger als es eigentlich ist. Bald wird uns Paul Quassar erzählen, dass besonders Nomadenvölker sehr schnell neue Technologien für sich beansprucht haben. Weniger schriftlich als visuell orientiert, bietet ihnen das Netz die optimale Form des Austausches für traditionelles Wissen, aber auch Nachrichten und Alltägliches. Nicht von ungefähr treffen wir Quassar im McLuhan Salon.

Das einst von McLuhan prophezeite “Global Village” wurde bei isuma.tv nicht bloß zur Praxis. Es ist beinahe dessen Überaffirmation: Über modernste Technologien können so wissenschaftliche Diskurse über Klimawandel mit idigener Naturweisheit abgeglichen werden. Näheres erzählten uns die Beteiligten selbst, von Angesicht zu Angesicht – und über den Bildschirm erzählen sie es so der ganzen Welt.

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We are standing outside the “Haus der Kulturen der Welt” in Berlin, smoking. Forbidden indoors, all over Germany by now. We are waiting for Steven Kovats, the artistic director of the transmediale 09. He personally is going to drive us to the Canadian embassy, where the Marshall McLuhan Salon is located and we are about to meet the famous Inuit spokesman Paul Quassar to hear more about isuma.tv, a project director Kovats is very proud to present at this years transmediale. isuma.tv, as we are about to learn, is an independent platform for indigenous film-makers, exchanging traditional knowledge, as well as news and footage documenting an aboriginal way of life. Paul Quassar, sitting in the futuristic McLuhan Salon, tells us why new technologies were quickly absorbed by aboriginal tribes, how traditional
knowledge about nature and the environment can help us to deal with an impending climate change and how isuma.tv exactly works.

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Interventionen zwischen Kunst, Industrie und Politik

Erster Tag, erstes Panel im HKW. Zum Thema „Action between Art, Industry and Policy“ finden sich Bernd Wiemann, seines Zeichens Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Vodaphone Germany, der Künstler Hermann Josef Hack und mit kleiner Verspätung Staatssekretär Michael Müller im großen Saal ein. Etwas schwerfälliger Beginn, Vorstellungsrunde, ein bisschen Allgemeines zum Verhältnis zwischen den Eckpunkten Kunst, Wirtschaft und Politik, die gemeinsam das Feld aufspannen, auf dem die Antworten zu suchen sind – Antworten auf die bereits im Ankündigungstext gestellten Fragen nach Ethik, Fortschritt und Kommunikationskonzepten für eine ungewisse, aber durchaus bedrohliche Zukunft. Stichworte: Klimawandel, Wirtschaftseinbruch, Weltarmut,…

Über die Bedrohlichkeit und darüber, dass es gemeinsamen und koordinierten Anstrengungen bedarf, sich dieser zu stellen, sind sich die Teilnehmer einig und im jeweiligen Aufgabenbereich findet jeder auch eigene Worte dieser Dringlichkeit entgegen zu kommen. Bei Hack liest man auf einem seiner, vor dem Brandenburger Tor aufgestellten Miniaturzelte von „social coolness against global warming“, Wiemann spricht von Nachhaltigkeit als Entwicklungsprinzip und der Notwendigkeit eines Bewusstseins für Ethik und stellt diesen Anspruch an alle Bereiche wissenschaftlicher, industrieller, politischer und künstlerischer Forschung. Michael Müller, der sich seit den Achtzigerjahren dem Thema der Nachhaltigkeit in zahlreichen Vorträgen und Publikationen gewidmet hat (nachzulesen auf seiner website), bringt das Problem am Beispiel der Kohlendioxid-Emissionen auf den Punkt: Ab dem Zeitpunkt, an dem sich die CO2-Konzentration der Erdatmosphäre auf den Grenzwert von 450ppm (0,45 Promille aller Luftmoleküle) eingependelt hat ist eine Klimaerwärmung von 2°C nicht mehr zu verhindern – auch wenn sich diese erst Jahre später einstellen wird. Es geht also darum, einer berechneten Entwicklung vorzubeugen, deren Ausmaße sich unserem Bewusstsein zum momentanen Zeitpunkt noch entziehen. Und welche Verbindung öffentlich tätiger Bereiche wäre besser zur Schärfung dieses Bewusstseins geeignet als die von Kunst, Politik und Industrie?!

Neuen Medien und aktueller Technologie wird in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle zugestanden. Nicht nur als Informationsquelle, auch als Ermöglicher neuartiger Erfahrungen (Wiemann erwähnt das mit artcircolo entstandene Projekt „calling the glacier“) stehen diese im Dienst „für ein anderes kulturelles, wirtschaftliches, industrielles Verständnis, das globale Zusammenhänge berücksichtigt und in den Prozess der Ideenfindung integriert“ (Müller). Weiters fördert der Zugang zu neuen Medien die individuelle Verantwortung, die laut Wiemann mit einer gemeinschaftlichen Rationalität einhergehen sollte. (Mein Handy kennt meinen Energieverbrauch und berechnet auf Knopfdruck meinen persönlichen Beitrag zum CO2-Ausstoß…)

Wird nun mit local in „think local – act global“ entgültig das Individuum adressiert? Es drängt sich auf, was bereits der alte Luhmann gesagt hat: „Die Vergangenheit ist in jedem Falle unabänderlich und die Zukunft in jedem Falle unbekannt“. Die Zeit des Handelns ist auf jeden Fall jetzt.

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upcoming: transmediale09

transe09_banner

Looking beyond the evolving alarmist scenarios of environmental catastrophe prevalent in the global warming debate, transmediale.09 shifts the focus of this challenge to the broader cultural, societal and philosophical consequences that the collapse of the northern ice barrier reveals.

the tagr.team at this years festival will be bigger than ever over ten peole are on their way from vienna to berlin to cover the exibition, write about the lectures, capture performances and provide an artist interview every day - it’ll be worthwhile to check tagr.tv for new post every day during the festival!

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