Archive for the ‘Creative Cities’ Category

Creative Cities: Jaime Stapleton

Jaime Stapleton at the Ö1 Creative Cities Symposium on the 31st of april in the Radiokulturhaus Vienna.

…well, that last question of Jaime put me into a difficult situation: we agreed to ask everyone the same set of questions, so i either had to cut out jamie – or break up the concept that we all agreed on.
I decided to go on with the interview, and even though i didn’t manage to phrase a proper question i think it was a good decision: What followed were the most interesting views on the term creativity i heard in a long time, so even though it’s unedited i recommend the second part of the interview:

Creative Cities: Maurizio Lazzarato

An interview with Maurizio Lazzarato during the Creative Cities Symposium – at the moment in french only..

Creative Cities: Diedrich Diederichsen

Interview mit Diedrich Diederichsen, Kulturwissenschafter, Berlin / Wien at the Ö1 Creative Cities Symposium on the 31st of april in the Radiokulturhaus Vienna.

Creative Cities 3.Teil: Kreativ aus der Krise – oder eine kurze Genealogie der kreativen Klasse

Author/s:
Armin Medosch

Das Wesen des Kapitalismus ist die kreative Zerstörung, sagte der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter schon in den dreißiger Jahren. Seine Theorie vom kreativen Unternehmertum feierte in den neunziger Jahren kreative Urständ: die New Economy, man erinnere sich. Junge Burschen und Mädchen mit feschen Frisuren, modischen Turnschuhen und krausen Ideen wurden plötzlich zum Ideal des neuen Unternehmertyps.

Stichwort: Sie hätten ja auch Künstler werden können, aber sie wollten was verdienen. Alte Wahrheiten des Wirtschaftslebens galten auf den Kopf gestellt, Unternehmen begannen ihre besten Produkte zu verschenken, um fiktive Marktanteile an “Eyeballs” in der Ökonomie der Aufmerksamkeit zu gewinnen. Auf der Achse zwischen Silicon Valley und Market Street, San Francisco, im Herzen der ehemaligen Gegenkultur der 1960er Jahre entwickelte sich der “coole Arbeitsplatz”. Ehemalige Fertigungs- und Lagerhallen wurden in Großraumbüros umgewandelt, deren architektonische Anlage bereits flache Hierarchien symbolisierte. Hier arbeiteten Menschen, die an der Garderobe ihr Skateboard deponierten, unter Kopfhörern Grunge oder Hip Hop hörten und Cappuccino Frappe Latte mit Limettengeschmack und Soyamilch, koffeinfrei, tranken, vor allem aber eines taten: sie identifizierten sich mit ihren Jobs. Die Arbeit war nicht mehr eine entfremdete Tätigkeit, die man sozusagen neben sich stehend ausführte. Jeder, ob Chef, Angestellte, Freelancer oder Praktikanten wollte ihr bestes geben, neue, glänzende Dinge machen, einfallsreich, geschickt, ja sogar genial sein. Und dafür arbeitete man dann, sozusagen frei und selbstbestimmt, bis zum Umfallen1. Continue reading ‘Creative Cities 3.Teil: Kreativ aus der Krise – oder eine kurze Genealogie der kreativen Klasse’

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