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Roboterträume @ Kunsthaus Graz 2010

Spontan habe ich mich entschlossen nach Graz zu düsen, im Dezember des Vorjahres. Eigentlich, um einen Vortrag der holländischen Kunsthistorikerin und Filmemacherin Mieke Bal zu lauschen (“what can museums do, beyond the local-global dilemma”). Sie war zu Gast im Kunsthaus Graz und ebendort lief zu dieser Zeit auch die Ausstellung Robotertäume. Eine wunderbare Gelegenheit also, diese Medienkunst-Schau für tagr.tv zu inspizieren.

Auf meine Spontanität hat sich, seitens des Museums, Jochen D. Paul eingelassen, nahm sich Zeit und Mut für eine kleine Führung bei laufender Kamera. Besten Dank an dieser Stelle, Jochen!

In der Ausstellung, eine Koproduktion des Kunsthauses Graz und des Museum Jean Tinguely Basel, werden junge Positionen – unter ihnen auch Niki Passath – mit KünstlerInnen einer älteren Generation – wie Richard Kriesche und Nam June Paik – gegenüber gestellt. Alles unter dem Titel Roboterträume. Aber um die Träume der Roboter geht es nicht, wie Peter Pakesch und Roland Wetzel im Vorwort des Ausstellungskatalogs klar stellen.  Auch wenn die Geschichte von SF Autor Isaac Asimov Titel-gebend ist: Roboter Elvex beginnt zu träumen von der Revolution gegen seine Schöpfer, den Menschen. Elvex wird abgedreht.

Pakesch, Wetzel schreiben weiter: “Junge Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, mit neu entwickelten Projekten auf die Frage zu antworten, was die Kunst zum Verständnis der rasend schnell voranschreitenden Entwicklung in Forschung und Technik beizutragen hat.” Da ich den Ausstellungskatalog erst im nachhinein gelesen habe, fällt es mir schwer zu beurteilen, ob ich als Besucherin auf diese Frage eine Antwort bekommen habe.
Ehrlich gesagt, es ist mir egal. Denn die Ausstellung war interessant, eben weil es eine gute Mischung war. Junge Kunst auf Augenhöhe mit den Urgesteinen.

Von den modernen Ausstellungshallen des Grazer Aliens war ich dafür weniger beeindruckt. Eine flache Rolltreppe befördert dich nicht nur auf die erste Ebene, sondern lässt dich gleich ans erste Kunstwerk taumeln. Und beim Betrachten desselben wurde ich das unangenehme Gefühl nicht los, Neuankömmlinge könnten mir in den Rücken fallen. Gut, der Andrang war nicht so groß, sodass ich nur einmal angestupst wurde. Ausserdem, ist es wirklich notwendig sich lange vor einem Kunstwerk aufzuhalten?

klangmanifeste @ echoraum vienna

Im Dezember des Vorjahres lockten die Künslterinnen Ulla Rauter und Christine Schörkhuber mit ihrer “Hörschau” Klangmanifeste in den Echoraum. An mehreren Abenden konnte man in gemütlicher Atmosphäre außergewöhnliche Soundperformances genießen. Arbeiten der Kuratorinnen zeigten installative Formen der Einbindung, der Sichtbarmachung, der Materialsierung von Ton.

Medienkünstlerin Stefanie Wuschitz im Gespräch mit Ulla Rauter und Chritine Schörkhuber zu ihren Werken:

Interview: Stefanie Wuschitz
Kamera: Franziska Mayr-Keber
Schnitt: Kathrin Stumreich

WOPPOW @ transmediale11

A Berlin-Mitte concept store, a sweatshop at Haus der Kulturen… übermorgen embraces the capital of young creative fashion, right after Berlin fashion week, by unveiling their WOPPOW collection at the 2011 Transmediale exhibition. WOPPOW functions as an elaborate fashion marketing campaign for Somali pirates. ubermorgen.com is run by lizvlx and Hans Bernhard, an artist duo living in Vienna. They went all the way for this project, visited sites of piracy, and joined forces with kenian fashion designer Otieno Gomba.

At the Transmediale we met Gomba and Hans…

Interview: Franziska Mayr Keber
Camera: Andreas muk Haider
Edit: Andreas muk Haider

Chris Haring im Gespräch mit Didi Bruckmayr @ ARS Electronica 2010

Didi hängt wieder! An Metallhaken, angebracht an seinem Rücken, schwebt der Aktionskünstler über der staunenden Menge, während seine Kollegen ein rauschendes Fest zelebrieren, das Publikum umschlichten und ihre Gesichter mit Strick- oder Stecknadeln zieren. Schockierend oder faszinierend waren und sind seine Performances immer wieder…

Chris Haring, Österreichischer Choreograph (liquid loft) spricht mit Didi Bruckmayr:

Interview: Chris Haring
Kamera (performance): Andreas Haider
Kamera (interview): Franziska Mayr-Keber
Editing: Nora Skrabania

Worm/Detour @ klangmanifeste

worm/detour zu Gast bei klangmanifeste, ein kleines feines Ausstellungs Event zu Klangkunst während der vorweihnachtlichen Adventzeit, im Echoraum Wien.

Drei Soundperformances präsentiert worm/detour an diesem Abend:

Bernhard Garnicing führt uns durch die klanglichen Welten des world wide web, das Künstlerduo Albert-Bernard lässt die Überreste einer Mauer zu den Klängen ihres Abrisses singen, und Peter Moosgaard sucht den persönlichen Kontakt zu seinem Arbeitsgerät…

soundwwwalk:

Kamera, Editing: Franziska Mayr-Keber

albert-bernard:


Kamera, Editing: Franziska Mayr-Keber

Peter Moosgaard:

video will be online soon….

Worm/Detour : Martin Howse

Martin Howse, ein Mann mit Hut, dunklem Bart und einer Schachtel gefüllt mit “elektronischen Zubehör” spaziert mit uns zu diesem kleinen Platz am Rande des Grete-Rehor Parks, zwischen Parlament und der Staßenbahnstation “Dr. Karl Rennerring”. Ein Ort an dem sich ständig etwas hör und sichtbar bewegt, seien es abbiegende Straßenbahnen, die stetigen Stop and Go Actions der motorisierten Ringfahrer oder schlendernde Sonntagsspaziergänger. Optimale Voraussetzungen für ein Soundexperiment im Rahmen der WORM/Detour Veranstaltungsreihe (initiiert, kuratiert, organisiert von Bernhard Garnicnig).

Also, Martin Howse beginnt sein psycho-geophysisches Experiment mit diversen selbst gebauten Gerätschaften, die nach und nach aus der Schachtel gezogen und Teil eines immer komplexeren Instrumentes werden. Mit Hilfe der Geräte macht sich Howse auf die Suche nach Signalen der Umgebung und wir werden hörende Zeugen seiner Funde…

Kamera, Schnitt: Franziska Mayr-Keber
Inserts: Bernhard Garnicnig

Interview with Alois Huber and Markus Wintersberger @ CAT – Contemporary Art Tower

Die Flaktürme Wiens, da stehen sie, versteckt und doch doch präsent, verteilt in diversen Vierteln der Stadt. Dort, im Arenbergpark, zwischen alten Häusern und hohen Bäumen, sind uns Wiener Kulturfreunden zwei von diesen Betongestalten wohl bekannt, allerdings nicht unter ihrem Codenamen “Baldrian” (wie ich soeben wikipedia entnehme) sondern aufgrund einer Reihe unvergesslicher Veranstaltungen, vornehmlich im Feuerleitturm. Doch so sperrig wie sie eben aussehen, so sperrig sind sie handzuhaben, insofern gab es schon länger keine aufregenden künstlerischen Bespielungen mehr, schade drum.

Das MAK hat sich bereits Mitte der 90er des letzten Jahrhunderst den Gefechtsturm zu eigen gemacht, diesen schlicht in CAT – Contemporary Art Tower benannt und nun in diesem neuen Jahrtausend wieder mit audiovisuellen Happenings ins Leben gerufen. Wir waren dabei, bei der “I-Sonic” MAK Night, kuratiert von Heinrich Deisl (skug). Zu sehen und hören gab es diesmal Alois Huber gemeinsam mit Markus Wintersberger und Andrea Nagl (medienwerkstatt06), sowie Monolake (Robert Henke) mit Tarik Barri. Ihre Herangehens- und Arbeitsweisen sind unterschiedlich, doch was die Live Synchronisation der Bilder zur Musik anbelangt, so setzen beide auf die Qualität des menschlichen Handelns, Reagierens, Interagierens und verzichten gänzlich auf eine technische Steuerung der Visualisierungen.

Wir waren dabei und haben mit Ihnen gesprochen und Ausschnitte ihrer Performances festgehalten. Die Lichtverhältnisse waren eine Herausforderung, dennoch sehenswert!

Interview mit Alois Huber und Markus Wintersberger, Ausschitte ihrer Performance “Kindly Alien“. MAK night.”I-Sonic” am 19. Oktober 2010

Interview und Schnitt: Franziska Mayr-Keber
Kamera: Karl Salzmann und Andreas Haider

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